Aufgrund meiner doch angegriffenen Gesundheit (Infarkt, div. Bypässe) bot mir mein Arbeitgeber an, früher in Rente zu gehen. Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile stimmte ich zu und ging von einem relativ zügigen Übergang aus. Denkste: die Bürokratie schlug erbarmungslos zu. Hier ein Antrag, dort eine Bescheinigung - der ganze Kram war ja im Feuer gelandet ... schon mal versucht, ein Zeugnis von einer privaten Schule zu ergattern, die vor ca. 30 Jahren dichtmachte? Höhepunkt einer Reihe kafkaesker Erlebnisse war, dass am gleichen Tag sowohl die Anforderung einer weiteren Bescheinigung als auch die um drei Monate rückwirkende Bewilligung der Rente in der Post steckten :)
Natürlich gabs bei der Rente Abzüge, aber dank eines mir vom ehemaligen Arbeitgeber angebotenen 450€-Jobs und der (natürlich ebenfalls gekürzten) Betriebsrente halten sich die Verluste in Grenzen - und sooo schlecht ist das Rentnerleben auch nicht ...
... und ich lassse mich viel zu leicht ablenken durch Filme, Bücher und sonstigen Hobbykram. Aktuelles Beispiel: vor einiger Zeit lief Kumpel Stefan bei mir auf, mit dem mich u.a. die Planung mehrerer Armeen für Kugel- und Steinhagel in 1:72 verbindet. Im Gepäck: ca. 280 napoleonische Spanier - hatten wir irgendwie übersehen (Wellingtons Spanienfeldzug) ...
Da fällt erst mal auf, dass weder Kavallerie noch Artillerie dabei sind, also geht die grosse Internet-Recherche los.Dann die Armee-Organisation, Uniformfragen, Quelle für Fahnen (am liebsten kostenlos) - und früher oder später lese ich mich in einem entsprechenden Buch fest ... abgelenkt eben.
Für die Zukunft gelobe ich Besserung :)
Von AOL Mobil gesendet

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